Nov
20
2017

Warum Jürgen Wehlend weitermachen darf.

Wir hätten die Überschrift gerne als Frage bychantal.com. Man kann wohl von einer desaströsen Bilanz sprechen, wenn man mal die nackten Zahlen betrachtet. Im Schnitt konnte der VfL Osnabrück jedes Jahr unter der Ägide von Jürgen Wehlend 900.000 Euro neue Schulden anhäufen und somit sein Eigenkapital, das sowieso nur auf dem Papier vorhanden war, in Rekordzeit aufbrauchen.

Zahlen sagen mehr als viele Worte: 4.5 Mio. Neuverschuldung unter Wehlend.

Im Detail sieht die Bilanz von Jürgen Wehlend folgendermaßen aus:

  • 2012/13:  -1.205.457,81 €
  • 2013/14:  -136.780,53 €
  • 2014/15:  -1.095.719,74 €
  • 2015/16:  -786.583,28 €
  • 2016/17:  -1.300.000,00 €
    ————————————–
  • Summe: -4.524.541,36 €

(Quelle: Bundesanzeiger & NeueOZ)

Gewinn als Zufallsprodukt der eigenen Planlosigkeit.

Da kann auch der für die Saison 2017/18 vorausgesagte Gewinn von 300.000 Euro nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass Jürgen Wehlend nicht in der Lage ist unseren Verein in ruhiges Fahrwasser zu steuern. Diese positive Prognose ist – wie in der Saison 2013/14 – auch nur deswegen möglich, weil man in dieser Saison durch zwei lukrative Transfers die sportliche Perspektive geopfert hat und gegen einen indisponierten Erstligisten einen Zufallssieg erzielte. Man darf aus der Erfahrung der letzten Jahre aber dennoch in Frage stellen sein, ob es wirklich zu einem Gewinn reicht.

Sogar die selbstgesteckten Ziele verfehlt.

Schaut man sich die in der Jahresbilanz 2015/16 (Quelle: Bundesanzeiger) formulierten Ziele für die Saison 2016/17 an und bewertet diese Punkt für Punkt, muss man feststellen, dass man auch alle für das vergangene Spieljahr selbstgesteckten Ziele meilenweit verfehlt hat. Diese waren:

  • Klare Fokussierung auf sportliche Erfolge im Profi- und Nachwuchsfußball als Kerngeschäft.
  • Verfolgen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie bei Fans, Abonnenten, Mitgliedern, Partnern und Sponsoren sowie letztlich beim Budget als Voraussetzung für Investitionen in sportlichen Erfolg.
  • Nutzung und Entwicklung der Marke „VfL Osnabrück“, um als Klub gleichermaßen sympathisch für Fans, Mitglieder und Partner sowie attraktiv für Eigen- und Fremdkapitalgeber zu sein.
  • Entwicklung der Infrastruktur des Klubs (u. a. Trainings-/Leistungszentrum, Digitalisierung, Stadionsysteme).

Verantwortung als Worthülse und Beruhigungspille.

Würde Jürgen Wehlend seinen eigenen Worten glauben und es mit der Verantwortung ernst nehmen, würde er aus eigene Stücken seine Position zur Verfügung stellen und dem VfL so die Möglichkeit geben einen echten Sanierungskurs einzuschlagen. Warum er das nicht macht, darüber kann nur spekuliert werden.

Der VfL als Experimentierfeld, Hängematte und Komfortzone.

Neben der sicherlich nicht allzu schlechten Bezahlung, gibt es bestimmt auch noch weitere Faktoren, die dazu beitragen, dass man die Komfortzone VfL Osnabrück ungerne verlässt. Nirgendwo kann man ungestraft Fehler an Fehler reihen. Das Lehrgeld zahlen ja andere. Nirgendwo kann man ohne Konsequenzen so viele Mitgliedern, Fans und Gönner an der Nase herumführen. Nirgendwo kann man sich seine eigenen Vorgesetzten und Kontrolleure unter freundlicher Mithilfe von Politik und Handlangern aus dem Verein selber aussuchen. Und nirgendwo kann man sich so sicher sein, dass die lokale Presse als Medienpartner dieses Verhalten wohlwollend begleitet.

Das konsequente NEIN gegen ein “Weiter so.” des Klüngels.

Manfred Hülsmann, Uwe Brunn, Olaf Becker und Alice Graschtat haben diese Praxis in den letzten Jahren mitgetragen und stehen als Vertreter der städtischen Linie für ein “Weiter so.” mit Jürgen Wehlend. Es muss jedem Mitglied klar sein, dass es mit einer Enthaltung oder gar einem Ja den weiteren Niedergang unseres Vereins zu verantworten hat. Deswegen empfehlen wir ein klares NEIN zu diesen Kandidaten. Im Sinne unseres Vereins. Im Sinne eines Neuanfangs.

nein

1 Kommentar + neuer Kommentar

  • Danke für die offenen Worte.

    Auch aus Sponsorensicht ein Desaster. Was viele, mich eingeschlossen, lange Zeit nicht wahrhaben wollten, hat sich nun als bittere Realität erwiesen.

    Ein VfL unter der Führung des Herrn Wehlend wird sicherlich zukünftig ohne mein Engagement auskommen müssen.

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