Mai
24
2016

Trotz Gewaltexzess durch VfL-Ordner – Wehlend befördert Leiter des Ordnungsdienstes.

Da www.greenfieldstables.ca Verantwortlichen des VfL Osnabrück zum wiederholten Male glauben, dass sie Tatsachen einfachen ignorieren oder verschweigen können, haben wir beim Spiel gegen Halle am Ende des Tages mehrere schwerverletzte Gästefans zu beklagen. Trotz des Gewaltexzesses durch VfL-Ordner befördert Jürgen Wehlend den Leiter des Ordnungsdienstes zum Sicherheitsbeauftragten.

Bundesweite Aufmerksamkeit

Was in der Bild-Zeitung immerhin für eine Randnotiz reichte, war dem NDR einen ausführlichen Bericht samt Video wert: die Gewaltexzesse von Osnabrücker Ordnern beim Spiel gegen den Halleschen FC.

Wir brauchen ja nun an dieser Stelle wirklich nicht ausführlich über unser Verhältnis zu Geschäftsführung und Präsidium berichten aber auch für uns stellt es eine neue Qualität dar, wenn Geschäftsführer Jürgen Wehlend für die durch seine Ordner entstandenen schwersten Verletzungen bei Fans des Halleschen FC nur das Wort “Bedauerlich” findet. Ganz egal, wer hier welche Subunternehmen angeheuert hat, ganz egal wer welche offenbar mäßig redlichen Sicherheitskräfte oder Sicherheitsverantwortlichen engagiert hat: wesentlich verantwortlich bleibt im Sinne der Moral stets der VfL Osnabrück und damit an vorderster Front der Geschäftsführer, ganz gleich welche Rechtfertigungsversuche er unternimmt.

Zweierlei Maß oder Amtsmüdigkeit?

Das Präsidium, das in der Vergangenheit immer dann besonders schnell zur Stelle war, wenn man sich irgendwo öffentlichkeitswirksam entschuldigen konnte, hat diese Eigenschaft in den letzten Wochen wohl auch verlernt. Die bewegende Entschuldigung für das geworfene Feuerzeug beim durch eben jenes getroffenen Schiedsrichter und beim Verein Red Bull Leipzig sowie die Entschuldigung im Mannschaftsbus von Preußen Münster bei Amaury Bischoff haben wir alle noch (gut) in Erinnerung. Wie jedoch schon im Falle der Beleidigung eines Fans durch ein Präsidiumsmitglied, so schwieg und schweigt das Präsidium nun auch hier, wo es doch eigentlich darum ginge, den verletzten Hallensern das Mitgefühl auszusprechen, eine schnelle Gesundung zu wünschen und sich für das Versagen des VfL Osnabrück zu entschuldigen.

Beförderung für Versagen auf ganzer Linie: gängige Praxis beim VfL Osnabrück?

Als würde dieses unsägliche Bild nicht reichen, setzt der Geschäftsführer noch einen drauf: der von der Violet Crew in ihrem Artikel und den dort enthaltenen Links zu Zeitungen aus dem Ostwestfälischen bereits ins Trauerspiel gebrachte Leiter des Sicherheitsdienstes und Veranstaltungsleiter wird ab kommender Saison auch noch Sicherheitsbeauftragter sein und löst damit den derzeitigen Sicherheitsbeauftragten ab.

Kontrollinstanzen unerwünscht

Ein weiteres Geschmäckle unter vielen beim VfL: der Sicherheitsbeauftragte stellt in gut strukturierten Vereinen ein notwendiges Korrektiv für den Ordnungsdienst bzw. dessen Leiter dar. Beim VfL aber, wie soll es anders sein, sind beide Positionen dann bald in einer Personalie vereint. Ja, das wäre doch fast, als würde sich ein Geschäftsführer seine Vorgesetzten und seinen Aufsichtsrat aussuchen… ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Welcome back, Scham & Klüngel.
Glückwunsch, VfL…

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